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Teilnehmende

Armen Avanessian ist der bekannteste Akzelerationist im deutschsprachigen Raum, Gründer der Rechercheplattform www.spekulative-poetik.de und Editor-in-Chief beim Merve-Verlag. Er studierte Philosophie und Politikwissenschaft unter anderem bei Jacques Rancière in Paris. Der gebürtige Wiener lebt heute in Berlin.

Franco "Bifo" Berardi ist ein italienischer Marxismustheoretiker und Aktivist. Er hat über zwei Dutzend Bücher und zahlreiche Essays publiziert. In den 1970ern war er Mitglied des ersten freien Piratensenders “Radio Alice” in Bologna und arbeitete mit Félix Guattari zum Konzept der Schizoanalyse. Gegenwärtig lehrt er an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand. Er ist Mitbegründer des E-Zines “rekombinant.org” und des “Telestreet Movement” mit dem Piratensender “Orfeo TV”.

Isolde Charim, geboren 1959 in Wien, Studium der Philosophie, schreibt als freie Publizistin unter anderem für die „taz“ und den "Falter". Sie kuratiert Diskussionsreihen am Kreisky-Forum Wien, unter anderem zu Themen wie  "Diaspora" und "Demokratie reloaded“ und hat Bücher bei transcript und im Passagen Verlag veröffentlicht.

Mark Fisher lebt in London und ist Autor und Pop-Theoretiker. Sein Essay “Kapitalistischer Realismus ohne Alternative?” (2009) stieß im deutschsprachigen Raum auf breite Resonanz, andere Texte wie etwa “Ghosts of My Life: Writings on Depression, Hauntology and Lost Futures” wurden bislang nicht ins Deutsche übersetzt. Er schreibt unter anderem für “The Wire”, “Frieze”, “The Guardian” und “Film Quarterly” und lehrt am Goldsmiths College der University of London.

Srećko Horvat ist Philosoph, Autor und Politaktivist. Er ist einer der zentralen Akteure der Neuen Linken im ehemaligen Jugoslawien und schreibt regelmäßig unter anderem für „The Guardian“, „Al Jazeera“, „Il Manifesto“, „El Pais“ und „The New York Times“. Er ist Mitbegründer des Zagreber „Subversive Festivals“, das sich zu einem der wichtigsten Diskussionsforen an der Schnittstelle von Kunst und Politik in Osteuropa entwickelt hat. International bekannt wurde Horvat durch seine Zusammenarbeit mit Slavoj Žižek, zuletzt an dem Buch “Was will Europa” (2013).

Regina Kreide ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören neben der Politischen Philosophie auch die soziologische Theorie, insbesondere arbeitet sie zu Fragen der(globalen) Gerechtigkeit, (Post)Demokratie und der Menschenrechte sowie zu Gender, Widerstand und Sicherheit ("Versicherheitlichung"). Sie ist unter anderem Mitbegründerin und Herausgeberin der "Zeitschrift für Menschenrechte/Journal for Human Rights“.

Cesy Leonard ist Mitglied des „Zentrums für politische Schönheit“, das zuletzt mit der Aktion „Erster Europäischer Mauerfall“ auf die Menschenrechtsverletzungen der EU im Rahmen des europäischen Grenzregimes aufmerksam machte. Cesy Leonard ist „Chefin des Planungsstabs“ beim Zentrum für politische Schönheit und damit leitend an der Stoffentwicklung und Konzeption von Aktionen beteiligt. Sie lebt in Berlin.

Jonas Staal ist Begründer der künstlerisch-politischen Initiative New World Summit, einem Parlament für zumeist verbotene oder staatenlose politische Gruppierungen und der New World Academy zur Rolle der Kunst im staatenlosen politischen Kampf. Seine Arbeiten waren unter anderem in das unter anderen auf der Biennale in Venedig, im indischen Kochi, in Brüssel und auf der 7. BerlinBiennale zu sehen. Er lebt und arbeitet in Rotterdam.

Bernd Stegemann ist Dramaturg an der Schaubühne am Lehniner Platz und Professor für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften zur Dramaturgie und Kunst des Theaters, zuletzt „Die Kritik des Theaters“, (2013) und „Lob des Realismus“ (2015). Er lebt in Berlin.

Margarita Tsomou arbeitet als Autorin, Dramaturgin, Kuratorin und Performerin in Berlin. Sie gibt die popfeministische Zeitschrift „Missy Magazine“ heraus und schreibt für Print und Radio. Ihre Arbeiten wurde unter anderem am Hebbel am Ufer, Kampnagel Hamburg, Volksbühne Berlin und am Goethe Institut Athen gezeigt. Sie ist Teil des aktivistisch-künstlerischen Kollektivs Schwabinggrad Ballett und des Buchladen- und Verlagskollektivs bbooks.

Musiker

Marios Papadeas ist einer der profiliertesten Vertreter des zeitgenössischen Rembetiko in Griechenland. Er war unter anderem in Australien, Frankreich, in vielen Ländern Osteuropas und im Iran als Musiker und als Dozent tätig. Er lebt in Athen und arbeitet seit langem gemeinsam mit Kyriakos Tapakis und Loukas Metaxas.

Ahu ist Betreiber des Labels Shahr Farang, seine nächste Veröffentlichung wird auf Third Ear Recordings UK erscheinen. Der gebürtige Iraner lebt in Berlin.    

Team

Lukas Franke
 ist Kurator für Themen und Diskurs am WERK X und erarbeitete die Konferenz MONOPOL AUF MORGEN und das aktuelle Spielzeitthema MORGEN IST DAS PARADIES. Er wurde geboren in Basel und war u.a. in Athen, New York und London tätig. Er arbeitet als freier Autor und Dramaturg und schreibt für Blogs und Magazine zu Themen an den Schnittstellen von politischer Philosophie, Geschichte und Kultur. Lukas Franke lebt und arbeitet in Berlin und Wien.

Zuri Maria Daiß ist freie Kuratorin und Veranstalterin, unter anderem für Norient Berlin. Sie ist Inhaberin einer Agentur für Musik- und Künstler- Management, Booking & PR. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Christina Romhányi studierte angewandte Theaterwissenschaft an der Justus Liebig-Universität in Gießen und arbeitet als freie Beraterin in Berlin. Hauptsächlich beschäftigt sie sich mit Netz-Politik, Online-Kommunikation, Pop-Kultur und linker Theorie.

Spielzeitthema

HEIMAT UND ARSCHLOCH