brut im WERK X: Ewige 80er

Jan Machacek mit Deborah Hazler und Frans Poelstra, Karten auf „brut-wien.at"

WERK X, Di 01. Dezember 2020, 19.30 Uhr
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© Jan Machacek
© Jan Machacek

– Live-Video-Performance
– Uraufführung
– in deutscher und englischer Sprache
– eine Koproduktion von am apparat und brut Wien

Idee, Umsetzung, Performance: Jan Machacek | Umsetzung, Performance: Deborah Hazler, Frans Poelstra |Videosoftware, Musik: Oliver Stotz | Kostüme: Anke Philipp | Dramaturgische Beratung: Sabine Marte

{Konservativer Backlash} {Angstlust und Paranoia} {Ära Reagan-Thatcher-Waldheim}

Ronald Reagan, Margaret Thatcher und Kurt Waldheim gehen in eine Bar. Was wie ein Witz klingt, könnte der Beginn von „EWIGE 80er“ sein. In seiner neuen Performance nimmt der Wiener Medienkünstler Jan Machacek eine Zeit aufs Korn, in der die Angst vor der nuklearen Katastrophe, vor Aids, vor dem Waldsterben und vor der Migration wuchs, – und in der sich nach der Aufbruchsstimmung der 60er- und 70er-Jahre im kapitalistischen Westen ein konservativer Backlash formierte. Gemeinsam mit den Performer*innen Deborah Hazler und Frans Poelstra erweckt Jan Machacek jene Zeit zum Leben und fragt, was den Geist der 80er-Jahre mit unserer heutigen Gesellschaft verbindet.

Das Publikum sieht einen Drehort vor sich. Hier werden Videos produziert und zugleich präsentiert. Der Blick wechselt zwischen der Herstellung und den Produkten. Die live erzeugten Videos werden durch Zeitverzögerung, Loops, Mehrfachbelichtung und andere visuelle Effekte verfremdet. Die Blue Box, in der die Dreharbeiten stattfinden, wird zur Metapher für ein Leben, dessen Umgebung austauschbar und virtuell wird. „EWIGE 80er“ handelt vom Verlust von Utopien, von der Angst vor der Zukunft und von dem, was sich in uns dagegenstemmt. Aus der charmanten Retroatmosphäre schält sich der unangenehme Eindruck, dass die Stimmung der 80er-Jahre mit ihrer Angstlust und Paranoia bis ins Heute hineinreicht.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport.

 

 

Jan Machacek
ist Medienkünstler und Performer. Seine Performances zeigen den Menschen im Konflikt mit Bildmedien und anderen lästigen Apparaten. Machaceks Performances waren u. a. bei den Wiener Festwochen, im brut, im Residenztheater München, im Museo Ex Teresa Arte Actual Mexico City und im Chelsea Theatre London zu sehen. Zuletzt arbeitete er im brut mit dem Aktivisten und Regisseur Gin Müller (Fantomas Monster) und dem Choreografen Georg Blaschke (Bodies and Accidents und ani_male).

 

Karten & Infos auf brut-wien.at

Premiere
Di 01. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Weitere Termine
Mi 02. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Do 03. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Fr 04. Dezember 2020, 19.30 Uhr