„Ich will kein Theater, ich will ein anderes Theater“ (AT)

Texte von Elfriede Jelinek aus drei Jahrzehnten inszeniert von Thirza Bruncken, Gintersdorfer/Klaßen, Miloš Lolić und Angela Richter

WERK X, Do 27. April 2023, 19.30 Uhr
Elfriede Jelinek Groß-Projekt
 

Vier Premieren von vier Regisseur*innen und Regieteams

APRIL – MAI 2023

Einzelne Termine werden bekanntgegeben

Inszenierung: Gintersdorfer/­Klaßen, Thirza Bruncken, Miloś Lolić, Angela Richter

Das Grande Finale des WERK X versammelt noch einmal die interessantesten Künstler*innen der letzten Jahre zu einem gemeinsamen Projekt – und geht auf die Anfänge zurück: 2004 begann das freie Label DRAMA X unter der Leitung von Ali M. Abdullah und Harald Posch höchst erfolgreich großformatige Autor*innen – und Regieprojekte in Wien mit bis zu zehn Stücken an einem Abend durchzuführen.

Inhaltliche Grundlage des diesjährigen Projekts sind Theatertexte der letzten Jahrzehnte von Elfriede Jelinek, die in Wien noch nicht zu sehen waren. Als eine der wichtigsten österreichischen Gegenwartsautorinnen hat Elfriede Jelinek wie kaum eine andere politische Begebenheiten, Skandale und Gesellschaftsanalysen direkt und verklausuliert gleichermaßen für die Bühne beschrieben.

Vier Regisseur*innen und Regie-Kollektive mit ganz unterschiedlichen ästhetischen Handschriften nehmen sich je einen Text von Elfriede Jelinek vor. So inszenieren Thirza Bruncken, Gintersdorfer/Klaßen, Miloš Lolić und Angela Richter wieder am WERK X und präsentieren Texte der Nobelpreisträgerin aus unterschiedlichen Epochen ihres Schreibens.

„Es ist Sprechen und aus.“

Im Zuge der Aufführungen wird es in Zusammenarbeit mit dem Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek ( Leiterin: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke) Diskurse und Podien zu Texten und Motiven Elfriede Jelineks geben.

 

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek, geboren 1946 und aufgewachsen in Wien, erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Nach Abbruch des Studiums 1967 begann sie zu schreiben und zählt mittlerweile zu den bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautor*innen.
Neben ihren Theaterstücken (wie „Ein Sportstück“ (1998), „Bambiland“ (2003) oder „Die Schutzbefohlenen“ (2014)), Lyrik, Essays, Übersetzungen, Hörspielen, Drehbüchern und Libretti umfasst ihr Werk u.a. die Romane „wir sind lockvögel baby“ (1970), „Die Klavierspielerin“ (1983), „Lust“ (1989), „Die Kinder der Toten“ (1995) und den Privat- bzw. Internetroman „Neid“ (2007-2008). Neben zahlreichen anderen bedeutenden Literaturpreisen erhielt sie 2004 die höchste aller Auszeichnungen: Den Literaturnobelpreis.

Premiere
Do 27. April 2023, 19.30 Uhr