Lies mein Herz

nach dem Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Paul Celan

Lies mein Herz

©Apollonia Theresa Bitzan

– Von Shirina Granmayeh & Matti Melchinger
– Uraufführung
– Eine Produktion von Junges Theater Wien in Kooperation mit WERK X-Petersplatz


– Inszenierung: Shirina Granmayeh & Matti Melchinger
– Bühne: Matti Melchinger
– Kostüm: Alexandra Fitzinger
– Musikalische Leitung: Shirina Granmayeh
– Assistenz: Mara Kömives


Mit: Shirina Granmayeh, Claudia Marold, Veronika Petrovic, Régis Mainka, Johannes Sautner


„Die Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan ist ein exemplarischer Fall. Einerseits, weil die Verbindung ein Werk – nämlich das Bachmanns – in seinen Anfängen prägte.
Andererseits, weil die Beziehung nicht nur eine private war, sondern auch eine historische: zwischen Exilant und Österreicherin, zwischen jüdischem Opfer und Nazi-Kind. ... Wer diese Briefe liest, watet knietief im großdeutschen Verhängnis und ist danach klüger geworden. Auch darin, wie man in Klugheit verzweifeln kann.“
Elke Schmitter, Der Spiegel

Eine schwierige und verzweifelt schöne Liebe verband Ingeborg Bachmann und Paul Celan - die beiden bedeutendsten, deutschsprachigen Dichter nach 1945. Durch die Veröffentlichung ihres Briefwechsels wurde den Leser*innen ein Einblick in die Intensität dieser Liebe gewährt. In einem erschütternden Ringen um Worte, in endlosem Schweigen und in Kämpfen um die Liebe und Freundschaft des anderen, offenbaren sich beide in einer zwanzigjährigen, zu Papier gebrachten Auseinandersetzung.

Die Bühnenfassung von Shirina Granmayeh und Matti Melchinger versetzt die beiden Figuren in einen literarischen Gedankenraum:
„Die Verbindung aus Wort und Musik in sprechopernartiger Weise ist das, was wir uns als Form zur Vorlage nehmen. LIES MEIN HERZ ist ein lang gehegtes Wunschprojekt unserer Arbeitsgemeinschaft, es ist die Verbindung von Lyrik und Biografie und scheitert letztlich genau an der Aufgabe dieser Verbindung. Die tragische Geschichte zweier Menschen, die sich zwar immer gesucht, aber nie gefunden haben. Zusätzlich ist es auch das schmerzhafte politische Abbild eines permanent Verfolgten. Das ist es auch, was dieses Projekt für uns so interessant macht. Es ist in so einer schnelllebigen und vermeintlich modernen Zeit ein ganz und gar unmodernes Projekt. Weil es sich mit warten, warten auf Antwort, auf Reaktion, auf Liebe auseinandersetzt. Und trotzdem ist es nie langweilig. Ganz im Gegenteil!“

Fünf Schauspieler*innen erzählen die Geschichte mit einer Verbindung aus Musik, Lyrik und Wort. Es geht um das Spiel zwischen Papier und Tinte, zwischen Whatsapp und E-Mail, zwischen Lieben und Leiden, zwischen Leben und Tod.

Aufgrund von Krankheit muss die geplante Wiederaufnahme für Dezember 2019 auf unbestimmte Zeit verschoben werden.


©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan ©Apollonia Theresa Bitzan

Premiere: Do 07.02.2019, 20.00 Uhr
Weitere Termine: Sa 09.02.2019, 20.00 Uhr
So 10.02.2019, 20.00 Uhr
Mi 13.02.2019, 20.00 Uhr
Do 14.02.2019, 20.00 Uhr
Fr 15.02.2019, 20.00 Uhr
Ort: WERK X-Petersplatz, 1010 Wien

Spielzeitthema

HEIMAT UND ARSCHLOCH