Wortstatt­nächte 2019

Eine Produktion der Wiener Wortstaetten in Koproduktion mit WERK X

WERK X, Fr 18. Oktober 2019, 19.30 Uhr
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© Joachim Kern
Böhmisches Paradies © Joachim Kern

– Eine Produktion der Wiener Wortstaetten in Koproduktion mit WERK X

- Eine Produktion der Wiener Wortstaetten in Koproduktion mit WERK X
- Inszenierung: Felicitas Braun („Fälle"), Martina Gredler („Heiliger Krieg), Ali M. Abdullah („Böhmisches Paradies"), Steffen Jäger („Alle Farben im Schwarz")

Ein Wochenende lang wird das ganze Areal des WERK X mit zeitgenössischer, internationaler Dramatik bespielt. Die WIENER WORTSTAETTEN zeigen einen repräsentativen Querschnitt ihrer Arbeit. Stücke aus dem eigenen Dramenlabor treffen auf Texte, die im Rahmen des Projekts „Fabulamundi. Playwriting Europe“ entstanden sind. 4 Szenische Lesungen eingerichtet von 4 Regisseur*innen an 4 besonderen Orten. Das Publikum hat die Möglichkeit, jeweils 2 Stücke an einem Abend zu sehen.

Zu den Stücken: Wer schon immer wissen wollte, wie es in einer klassischen Männersauna zugeht, dem sei „Böhmisches Paradies“ des tschechischen Autors Jaroslav Rudis ans Herz gelegt. In einer der vielleicht letzten Bastionen des weißen, mitteleuropäischen Mannes wird geschwitzt, geschimpft, gestritten und gesoffen, bis die Bänke krachen.

Etwas subtiler, jedoch nicht weniger radikal geht es in „Heiliger Krieg“ von Fabrizio Sinisi zu. Der junge italienische Dramatiker erzählt von der Wiederbegegnung eines Priesters und einer jungen Frau. Soeben aus Syrien heimgekehrt, konfrontiert Laura ihren ehemaligen Lehrer mit ihren Ansichten zu Glaube, Liebe und Religion und stellt ihn in der Nacht vor Ostern auf eine Probe.

Im neuen Stück von Ursula Knoll, „Fälle“, geht es um Katastrophen, Glücksfälle und Kettenreaktionen. Wenn Menschen plötzlich gegen die herrschenden Verhältnisse aufbegehren, passieren die merkwürdigsten Dinge. Sei es am Amt für Fremdenwesen, auf einer Raumstation oder im Kindergarten. Unsere heutige Gesellschaft ist am Durchdrehen. Dabei beginnen diese „Fälle“ alle ganz harmlos…

„Alle Farben im Schwarz“ von Valerie Melichar ist ein szenisches Triptychon. Mal Beziehungskomödie, mal innerer Monolog, mal traurige Bestandsaufnahme des Landlebens. Allen Teilen bzw. Texten gemein ist die Musikalität der Sprache, die Sorgfalt, mit der die Autorin ihre Figuren zeichnet, ihre große Melancholie und eine sehr heutige Poesie, die Scheitern und Sehnen aufs Schmerzlichste miteinander verbinden.

Premiere
Fr 18. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Weitere Termine
Sa 19. Oktober 2019, 19.30 Uhr
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