Onkel Toms Hütte

nach dem Roman von Harriet Beecher Stowe

WERK X, Do 15. März 2018, 19.30 Uhr
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Inszenierung: Harald Posch
Bühne und Kostüm: Gerhard Fresacher
Licht: Alexander Suchy
Dramaturgie: Lukas Franke, Viktoria Klimpfinger

Dass sich Barbarei und Zivilisation mitnichten gegenseitig ausschließen, ist eine Erfahrung, die nicht nur Europa unter der Herrschaft der Nationalsozialisten machen musste. Die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die die amerikanische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts bis zu ihrer Abschaffung nach dem Sezessionskrieg prägte, zeigt, wie banal das Böse lange vor den Konzentrationslagern bereits war.

Harriet Beecher Stowes „Onkel Toms Hütte“ erzählt nicht nur die Geschichte des Sklaven „Onkel Tom“. Das Werk ist ein Zeitdokument, das die Sklaverei schonungslos als das zeigt, was sie war und ist: ein Menschheitsverbrechen erster Ordnung. Stowes 1852 erschienener Roman ist ein Manifest gegen die Sklaverei und für eine gerechte Gesellschaft, dem maßgeblicher Einfluss auf den Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs 1861 und das letztliche Verbot der Sklaverei zugeschrieben wird.

Harald Posch untersucht in seiner Inszenierung, wie das Verhältnis von Herrschaft und Knechtschaft auch lange nach dem Ende der „Leibeigenschaft" weiter wirkt. Dabei geht es nicht nur um heutige Formen von Ausbeutung, Unterdrückung und Sklaverei, wie sie etwa in Nordafrika zu beobachten sind, es geht auch um das falsche Selbst-Bewusstsein derjenigen, die sich bis heute als zumeist weiße „Herrenmenschen“ imaginieren und oft auch verhalten.

Pressestimmen

– „In einem Stelzenhaus (Bühne: Gerhard Fresacher) untersucht Posch unsere allzu unbewusste Rolle in einem heute weltweit wirksamen System von Versklavung (…) Damit fällt die Synonymsetzung von Sklave und Person of Color (PoC) weg, wie sie der Roman noch vorgegeben hatte. Eine befreiende Entkopplung, die in der Inszenierung auch reflektiert wird (…) in diesem rasanten, euphorisch gespielten, auf 90 Minuten kleingedampften Castorf-Pollesch-Theater.“ – der Standard

– „… eine wilde Anklage gegen alte und moderne Formen von Ausbeutung und Rassismus. (…) Dieser Abend hat enorme Kraft“ – Kurier

Premiere
Do 15. März 2018, 19.30 Uhr
Weitere Termine
Sa 17. März 2018, 19.30 Uhr
Fr 23. März 2018, 19.30 Uhr, Publikumsgespräch im Anschluss
Sa 24. März 2018, 19.30 Uhr
Di 17. April 2018, 19.30 Uhr, ABGESAGT
Mi 18. April 2018, 19.30 Uhr
Do 24. Mai 2018, 19.30 Uhr, Stückeinführung um 19.00
Mi 23. Mai 2018, 19.30 Uhr
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