Die verlorene Ehre der Katharina Blum

von Heinrich Böll

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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

© Alexander Gotter




„Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat – die teuflischste Variante, die man sich denken kann – nämlich: das Wahrlügen.“

Was Hannah Arendt über den historischen Faschismus der 1930er-Jahre feststellte, trifft auf seine Epigonen von Wien bis Washington acht Jahrzehnte später gleichfalls zu: Die Denunziation von Journalismus als „Fake News“ und der Einsatz ideologisch geprägter Lügen als Propagandainstrument, um die Stimmung weiter ideologisch aufzuheizen und zugleich von der eigenen Politik abzulenken.

Dabei ist die Rolle der Medien auch früher schon umkämpft gewesen, wenn auch unter anderen Vorzeichen. „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ des deutschen Autors Heinrich Böll greift das Thema aus der Perspektive der 1970er-Jahre auf, die von einer Diskussion um die Rolle der „Bild“-Zeitung und ihrer Berichterstattung über die RAF geprägt waren. Harald Poschs Inszenierung des Böll-Textes wird beleuchten, wie die Wahrheit in der „Post-Truth“-Ära immer wieder unter die Räder gerät – auch, weil sie weder in den Medien noch in der Politik ernsthafte Verteidiger mehr hat.


© Alexander Gotter © Alexander Gotter

Premiere: Do 21.02.2019 Karten
Weitere Termine: Sa 23.02.2019, 19.30 Uhr Karten
So 24.02.2019, 19.30 Uhr Karten
Do 07.03.2019, 19.30 Uhr, Publikumsgespräch im Anschluss Karten
Fr 08.03.2019, 19.30 Uhr Karten
Sa 09.03.2019, 19.30 Uhr Karten
Do 28.03.2019, 19.30 Uhr, Stückeinführung um 19.00 Uhr Karten
Fr 29.03.2019, 19.30 Uhr Karten
Mi 17.04.2019, 19.30 Uhr Karten
Do 18.04.2019, 19.30 Uhr Karten
Ort: WERK X, 1120 Wien

Spielzeitthema

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