Homohalal

von Ibrahim Amir – Österreichische Erstaufführung

WERK X, Do 18. Januar 2018, 19.30 Uhr
 

– Österreichische Erstaufführung

Von: Ibrahim Amir
Inszenierung: Ali M. Abdullah
Bühne und Kostüm: Renato Uz
Licht: Alexander Suchy
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf

Weltweit sind rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht, gut eine Million kam im Jahr 2015 nach Europa, wo seither eine hysterische Diskussion entbrannt und ein dramatischer Rechtsruck zu verzeichnen ist. Während die Fremdenfeinde Geflüchtete als „Invasoren“ phantasieren und Bürgerkriegsszenarien an die Wand malen, nahm das Wiener Volkstheater Ibrahim Amirs Stück „Homohalal“ vom Spielplan – aus Angst, eine Komödie über alltägliche zwischenmenschliche und interkulturelle Konflikte könne in der aufgeheizten Atmosphäre falsch verstanden werden. Dabei verweigert Amir lediglich einen idealisierenden Blick auf Geflüchtete und blendet leidlich bekannte Probleme wie etwa die im arabischen Raum verbreitete Homophobie nicht aus.

Das WERK X macht in dieser Spielzeit einen neuen Anlauf, das angeblich so brisante Werk in Wien vorzustellen. Ali M. Abdullah versucht dabei, Menschen als Gattungswesen zu betrachten, die überall auf der Welt ähnliche Fehler und Probleme haben und sich darin letztlich weniger unterscheiden, als manche Zeitgenoss*innen glauben. Das wird man ja wohl noch inszenieren dürfen!

Aufführungsdauer: ca. 80 Minuten, keine Pause

Pressestimmen

„Der Abend funkelt in seinen akkuraten Dialogen und performativen Wendungen“ – der Standard

„Die Inszenierung ist großartig, das Tempo ist hoch, es gibt aber auch sehr zarte Momente (…). Das Ensemble (…) ist einfach wunderbar.“ – Kurier

„Der überdrehte Plot funktioniert erstaunlich gut, die Pointen sitzen, das engagierte Ensemble schmeißt sich mit Verve nicht nur in den Pool. (…) Abdullahs Kunstgriff besteht darin, die saturierten Geflüchteten aussehen zu lassen, wie wir selbst (…). Gute Idee: Theater als böser Spiegel“ – Profil

„Und ja, so kann es gehen: ein Theater, das politisch und zeitgenössisch ist, das keinen Genierer kennt, sich selbst angreifbar macht, das rüde und unkorrekt ist und nachdenklich stimmt.“ – APA

„beklemmend ernsthafter Riesenspaß … die fabelhafte Inszenierung, die die Komik der Situation unterfüttert und sich auch vor Slapstick nicht scheut … eine bissige, bitterböse Komödie, zwar rotzfrech und alle Tabus brechend, aber doch so, dass gerade die wohlgesinnt an einer Gesellschaft Beteiligten vom Autor ihre Schelte abbekommen.“ – Mottingers Meinung

Premiere
Do 18. Januar 2018, 19.30 Uhr, AUSVERKAUFT
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