ASYL TRIBUNAL – Klage gegen die Republik

Ein öffentlicher Gerichtsprozess von Theaterkollektiv Hybrid

WERK X-Petersplatz, Mo 20. Juni 2022, 19.30 Uhr
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Trailer: ASYL TRIBUNAL - KLAGE GEGEN DIE REPUBLIK

– Eine Produktion von Theaterkollektiv Hybrid in Kooperation mit WERK X-Petersplatz
– 5 Uraufführungen
– Jede Vorstellung wird simultanübersetzt in arabischer Sprache und Dari/Farsi; dafür wird ein eigenes Smartphone mit Internetverbindung und Kopfhörern benötigt.
– Eintritt frei | Eine Reservierung ist nicht erforderlich. Für Sitzplätze gilt: „First come, first served.“

Inszenierung und Konzept: Alireza Daryanavard
Recherche & Dramaturgie: Mahsa Ghafari
Rechtsberatung & Text: Ronald Frühwirth
Ausstattung: Geraldine Massing
Produktionsleitung: Julia Haas, Mascha Mölkner
Technikorganisation: Diana Leah Mosser
Regieassistenz: Michèle Tacke
Übersetzung Text Farsi: Farshideh Tehrani
Übersetzung Text Arabisch: Mohamed Elsharkawei
Live-Übersetzung Farsi: Farshideh Tehrani
Live-Übersetzung Arabisch: Khaled Al Mobayed
Mit: May Garzon, Ines Rössl, Denise Teipel, Amani Abuzahra, Noomi Anyanwu, Victoria Kremer, Marie Noel, Ingrid Porzner, Alice Schneider, Hicran Taptik

„Ein Rechtsstaat bleibt ein Rechtsstaat“, so Karl Nehammer, Österreichischer Bundeskanzler. Das Theaterkollektiv Hybrid stellt in Frage, ob dies auch für den Asylbereich gilt.

In Asyl Tribunal wird, basierend auf realen Sachverhalten, in einem symbolischen Tribunal verhandelt, wie wirksam Asylsuchende in Österreich zu ihrem Recht auf Asyl kommen. Die Klage und die Verteidigung werden in einem mehrtägigen Verfahren im öffentlichen Raum vorgetragen. Gemeinsam mit Richter:innen, Expert:innen und der Republik Österreich findet ein theatraler Gerichtsprozess statt, der sich mit aktuellen Problemlagen auseinandersetzt. Die Chronologie der Prozesstage ist hier zu finden.

Die österreichische Gesetzgebung erschwert die Zusammenführung von Asylsuchenden mit Angehörigen zunehmend. Aus vielen Krisen- und Kriegsgebieten gibt es derzeit keine Möglichkeit, auf legalem Weg nach Österreich zu gelangen. Es finden illegale Pushbacks an Österreichs Außengrenzen statt. Zwar ist Österreich zur Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verpflichtet, doch die Republik Österreich steht aktuell unter dringendem Verdacht, wesentliche Grundrechte von Asylberechtigten zu missachten. Maßgebliche österreichische Asylrechtsbestimmungen scheinen die Europäische Grundrechtecharta und die EMRK umgehen zu wollen, indem sie Vorgänge rechtskonform erscheinen lassen, die eigentlich einen Rechtsbruch darstellen.

Asyl Tribunal ist ein öffentlicher theatraler Gerichtsprozess, an dessen Ende ein Urteil gefällt und dieses gegenüber der Republik verkündet wird.

Asyl Tribunal ist auch ein #aufstehn in Form der Petition „Wir klagen an: Schluss mit der Straffreiheit für Österreichs unmenschliche Asylpolitik!", die hier online unterzeichnet werden kann.

Im Anschluss an die Urteilsverkündung findet am Samstag, 25. Juni ein Artist und Expert Talk mit Ronald Frühwirth, Rechtsspezialist für Asyl- und Migrationsrecht, und Ines Rössl, Schauspielerin und Rechtswissenschafterin, statt zum Thema Asyl und Migrationsrecht; Moderation: Mahsa Ghafari, Menschenrechtsaktivistin und Theaterschaffende. Beginn: 20.30 Uhr, Judenplatz, 1010 Wien.

Der InstaWalk am 24. Juni 2022 zur Produktion ASYL TRIBUNAL widmet sich inhaltlich der „Menschenrechtsstadt Wien". Weitere Details dazu hier.

Das Programmheft von ASYL TRIBUNAL gibt es hier als Download.

Der gesamte Prozess steht als kostenlose Videos-on-Demand in der Oktothek zur Verfügung.

 

Stadt Wien

            

Pressestimmen

„Theatrale Gerichtsprozesse sind als Format nichts Neues, doch hier kommt man dank der Mitarbeit von Asylexperten und Juristinnen der Realität ganz nahe. Der Platz mit der schuldbeladenen Vergangenheit des Landes im Rücken ist klug gewählt. Es geht darum, ob man Menschenleben rettet. Oder nicht.“
Colette M. Schmidt, Der Standard

„beklemmend und informativ“ […] Das Publikum folgte gespannt. “
Suanne Zobl, KURIER

„Besonders die Beratung und auch die Urteilsbegründung. Beide Phasen sind textlich (auch darstellerisch) ganz besonders stark, Höhepunkte!
Das ganze Vorhaben an sich. Von den Eröffnungsplädoyers  am Montag, über die diversen Themen Mittwoch – Freitag, bis heute, bewundernswert!“
Daniel Landau, LandausSchnellkritik

Premiere
Mo 20. Juni 2022, 19.30 Uhr, am Judenplatz, 1010
Weitere Termine
Mi 22. Juni 2022, 19.30 Uhr, am Judenplatz, 1010
Do 23. Juni 2022, 19.30 Uhr, am Judenplatz, 1010
Fr 24. Juni 2022, 19.30 Uhr, am Judenplatz, 1010
Sa 25. Juni 2022, 19.30 Uhr, am Judenplatz, 1010